Rentenversicherungspflicht trotz Corona

Renten­ver­sicherungs­pflicht trotz Corona?
Nein! Genau deswegen.

19.05.2020 | tl;dr Hat die Politik wirklich keine Zeit, während der Corona-Krise über die Rentenversicherungspflicht nachzudenken? Oder vielleicht doch? Dr. Christian Geier beleuchtet das Thema von verschiedenen Seite und kommt zu dem Schluss: „Lieber rechtzeitig handeln als in die Rentenröhre guggen.“

Kein Politiker…

„Kein Politiker würde in diesen Zeiten ernsthaft eine Rentenversicherungspflicht einführen.“

Wer so denkt, der könnte sich durchaus täuschen. Mitten in der Corona-Krise, am 7. April 2020, äußerten sich Ausschussmitglieder, dass der bestehende Referentenentwurf weiterverfolgt werden soll, sobald sich die Lage normalisiere.

Wann das der Fall sein wird, ist allerdings nicht genau definiert.

Eine gute Möglichkeit, um Ausfälle der gesetzlichen Rentenkasse zu kompensieren

Wenn jetzt aber Selbständige verpflichtend in die Rentenversicherung einzahlen müssen, passt das doch genau, um die Lücke aufzufangen, die durch Corona im gesetzlichen Rentensystem entstanden ist.

Kurzarbeitergeld und Entlassungen führen laut Allianz zu Einbußen von acht Milliarden Euro. Da kommen doch neue Beitragszahler gerade recht. Im Schnitt gehen wir aktuell von durchschnittlich gut 600€ aus, die ein Selbständiger dann neuerdings über den gesetzlichen Versorgungsweg für seine Altersvorsorge ansparen würde.

Bei rund drei Millionen potenziell Betroffenen, kommt da eine ordentliche Summe zusammen.

Rentenversicherungspflicht als Weg in die finanzielle Unabhängigkeit im Alter?

Bestimmt gibt es viele, die dem trotzdem Positives abgewinnen können. Und das ist auch richtig so.  Denn, sind wir ehrlich, die Freiwilligkeit bei der privaten Altersversorgung führt oft genug zu finanzieller Unmündigkeit im Alter.

Und das passiert leider immer öfter.

Dass Kapital aus der Gegenwart in die Zukunft überführt werden muss, steht außer Frage. Wie das passiert, das kann man jetzt noch vergleichsweise frei entscheiden, bevor auch das der Gesetzgeber übernehmen wird.

Wichtig: Opt-Out nicht verpassen!

Agierst du nicht, läuft es darauf hinaus, dass du in die gesetzliche Rente einzahlen musst. Das ist kein Weltuntergang, vielleicht aber auch nicht das Prickeln im Bauchnabel.

Denn es gibt Alternativen! Immobilien zum Beispiel entfalten da schon größeren Reiz. Oder der Aufbau eines Aktienportfolios.

Die Frage hier ist, welche privaten Bausteine bei einer Versicherungspflicht anerkannt werden. Hier kommt in der jetzigen Situation ein Anlagevehikel ins Spiel, das auf den ersten Blick eher unspektakulär daherkommt, nämlich die Basisrente, auch Rürup-Rente genannt.

 

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Opt-Out-Was?

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So kannst du Herr deiner Altersvorsorge bleiben, trotz Versicherungspflicht

Es lohnt sich, genauer hinzuschauen, denn oberflächlich sieht man nur eine Rentenversicherung, die später die monatlichen Einnahmen aufhübscht.

Allerdings kannst Du in die Basis-Rente reinpacken, was du willst. Bausteine wie

  • Aktien
  • Renten
  • Immobilien
  • Rohstoffe…

das ist alles möglich.

Bis zu 25.000€ (für Singles die Hälfte, also 12.500€) der jährlichen Einzahlungen können ab 2025 steuerlich vollständig verwertet werden und führen dadurch zu einer niedrigeren Steuerlast.

Zudem wird die Basis-Rente mit 99%iger Sicherheit als Alternative zur gesetzlichen Rente im Rahmen der Versicherungspflicht anerkannt werden.

Vermögen werden nicht unangetastet bleiben

Die Maßnahmen der Regierung zur Kompensierung der Schäden im Zuge der Corona Krise haben den Staat viel Geld gekostet, und wir sind noch nicht am Ende der Fahnenstange angelangt.

Dass zur Refinanzierung der Staatsausgaben im Zuge der Corona-Krise eine Vermögensabgabe kommt, sei es als Steuer oder als einmaliger staatlicher Zugriff – siehe Zypern 2013, als Geldvermögen über 100.000 € teilweise im Handstreich enteignet wurden – ist dadurch nicht unwahrscheinlicher geworden.

Zumal die SPD ja auch generell diesem Thema nicht abgeneigt ist. Dass eine Basis-Rente davon betroffen wäre, ist praktisch ausgeschlossen.

Lieber früher als später einsteigen

Und man braucht kein großes Vermögen zum Start. Schon ab 50€ monatlich schafft man sich einen lebenslangen Begleiter, der auch bei der Einführung der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht für Selbstständige als anerkannter Baustein weitergeführt werden kann.

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Porträt von Dr. Christian Geier, Projekt Vorsorge

Über den Autor:

Dr. Christian Geier

Seit vielen Jahren im Finanzwesen zuhause. Unabhängigkeit und höchste Beratungsqualität sind die Grundlage für meine zufriedenen Kunden.

Qualifikation: Finanzfachwirt | Master of Commerce & Arts | PH.D. Business Economics

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